Mehr Wirkung für Inklusion im Vereinssport!

Sport verbindet, schafft Begeisterung und baut Hürden ab. Doch wo stehen wir aktuell beim inklusiven Vereinssport in unserem Land?

Entscheidend ist nicht, wie viele Programme aufgelegt werden, sondern ob Menschen mit Behinderung vor Ort tatsächlich dauerhaft und frei von Barrieren mehr Sportangebote nutzen können. Wer miteinander Sport treibt, begegnet sich auf Augenhöhe.

Die Stellungnahme der Landesregierung zu meinem Antrag (Drucksache 18/399) zeigt auf, woran es in der Praxis noch krankt:

Komplizierte Förderungen: In der SOBW-Beteiligungsbefragung 2026 geben über 60% der befragten Sportanbieter an, dass ihnen Wissen zu Fördermitteln fehlt. SOBW steht für „Special Olympics Baden-Württemberg. Die Landesregierung räumt ein, dass vorhandene Landesmittel die Anbieter nur begrenzt erreichen, weil sie nicht bekannt oder nicht handhabbar sind.

Fehlendes Personal: Die Hälfte der in dieser Befragung erfassten Anbieter nennt fehlende Trainer als Grund, keine zusätzlichen Angebote umsetzen zu können.

Mangelnde Transparenz: Dem Land fehlen belastbare statistische Daten darüber, wie groß die ungedeckte Nachfrage nach inklusiven Sportangeboten ist und welche Ursachen sie hat. Zudem wird nicht systematisch erhoben, wie viele der 2022 bis 2024 geförderten regelmäßigen inklusiven Sportangebote mindestens ein Jahr nach Förderende weitergeführt wurden.

Das muss sich ändern!

Bürokratie runter, Transparenz rauf: Eine zentrale, digitale Anlaufstelle für Anträge und Angebote. Ehrenamtliche dürfen nicht im Papierkram versinken!

Steuergelder zielgerichtet einsetzen: Mittel müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden! Sprich, bei barrierefreien Sportstätten, Fahrdiensten, Assistenz und Trainerausbildungen.

Beständigkeit und Wirksamkeit prüfen: Förderung darf kein Strohfeuer sein. Deshalb müssen wir messen, ob geförderte Sportangebote auch langfristig bestehen bleiben.

Kurz und knapp: Inklusion im Sport braucht weniger Papierkram, mehr Miteinander!

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