Meine Kurzanalyse zur Landtagswahl!

Kurze Wahlanalyse zur Landtagswahl Baden-Württemberg:
 
Grüne: Durch Maximaldistanzierung zu den Grünen ist es Cem Özdemir gelungen, Wähler von links bis zur Mitte für sich und somit für die Grünen zu mobilisieren. Auf den Plakaten und den Wahlbotschaften fehlte der Bezug zur Partei überall. Auch das Taktieren mit Boris Palmer dürfte den einen oder anderen CDU-Wähler gebracht haben. Das Problem: Hinter dem schwäbelnden „überparteilichen“ Herrn Özdemir stehen die Grünen. Und die wollen gnadenlos an den Wohlstand der breiten Masse ran. Das wird teuer.
 
CDU: Die CDU glaubte, die Wahl sei sicher. Aber wer CDU wählt, bekommt die Grünen. Und dann haben einige Wähler eben gleich die Grünen bevorzugt. Dazu kam dann noch die Unfähigkeit der CDU, mit der Schmutzkampagne der Grünen umzugehen. Für die Union sind die Werte ihrer Wähler reine Manövriermasse. Die Union ist ein Amigoverein für Leute, die sich davon Karrierevorteile und ökonomischen Gewinn dank Vetternwirtschaft erhoffen. Daher kann sie so gut mit den Grünen. Der Union die Pöstchen, den Grünen die Inhalte.
 
AfD: Trotz Kampagnen und Ausgrenzungen, beispielsweise bei Podien in manchen Wahlkreisen, konnte die AfD über eine Million Wähler für sich begeistern. Wer nicht die Grünen möchte, hat eine wirksame Alternative: die AfD. Die AfD hat nicht nur ihr bislang bestes Westergebnis bei einer Landtagswahl erzielt, sie konnte auch bei relevanten Themenbereichen wie der Wirtschaftspolitik enorm an Kompetenzprofil für die Wähler hinzugewinnen. Arbeitnehmer und ganz besonders Arbeiter wählen AfD. Kurz gesagt: Die AfD ist die parlamentarische Vertretung aller fleißigen Schaffer im Land. 
 
SPD: Wenn sich im alten Landtag die SPD-Fraktion aufgelöst hätte und zu den Grünen gewechselt wäre, hätte es keinen Unterschied gemacht. Die SPD ist eine schlechte Kopie der Grünen. Und wer die Grünen will, wählt eben gleich das Original. Und wer die Grünen nicht will, wählt auch keine den Grünen unterwürfige SPD. Und dann sind ihr auch noch langjährige Gefährten wie die Grauen Wölfe, bei der Kommunalwahl 2024 noch Listenkandidaten, abtrünnig geworden und zur CDU gewandert (siehe Berichterstattung Stuttgarter Zeitung). Bei dieser bundesdeutsch-historischen Wahlschlappe schmeckt den Genossen auch die französische Entenpastete nicht mehr.  
 
FDP: Was vor der Wahl kaum jemand für möglich hielt, ist eingetreten. Die FDP ist erstmalig nicht mehr im Landtag von BW. Für die Partei, die den ersten Ministerpräsidenten des Landes stellte, womöglich der Sargnagel. Allerdings ist dieser Sargnagel auch eigenhändig geschmiedet. Wer zwar gerne redet wie die AfD, dann aber abstimmt, wie es den Grünen gefällt (Stichwort Verbrenneraus), der verliert eben Glaubwürdigkeit und am Ende die Wähler an die AfD.
 
Linke: Wahlkampf auf Arabisch und dazu noch Gendern, Klimawahn und eine unbezahlbare Einwanderungspolitik, gewürzt mit Antisemitismus, haben nicht für den Landtagseinzug gereicht.
 
FW: Der Schwung der Landtagswahl 2021 ist erloschen. Die Auftritte der FW in anderen Landtagen haben offenbar keine Strahlkraft mehr. Hinzu kommen Konflikte der FW-Gruppen untereinander und eine zunehmende Angepasstheit auch auf kommunaler Ebene.
 
BSW: Man hätte sich die Schicksale von Schill-Partei und Statt-Partei eingehend anschauen sollen, um rasch zu erkennen, dass der schnelle Griff nach Ministerposten und die damit einhergehenden Konflikte keine gute Zukunft verheißen. Die Wähler empfinden dieses Verhalten durchaus als Verrat. Für die Parteienfinanzierung reicht es aber knapp.
 
Volt: Hätte sicherlich die Hürde von 1% für die Parteienfinanzierung erreichen können, hätte man darstellen können, was eigentlich der Unterschied zu den Grünen ist. War man früher noch eine Kombination aus FDP und Grünen, ist man dazu übergegangen, den Grünen nachzueifern. Der Wählermarkt ist hier aber abgedeckt und so gab es 0,9%.
 
Tierschutzpartei, KlimalisteBW, ÖDP: Die Tierschutzpartei konnte sich mit ihrem Monothema beinahe an die Parteienfinanzierung robben. In Konkurrenz mit ÖDP und den Hysterikern der KlimalisteBW scheiterte auch das. Grün sind schon die Grünen. Dunkelgrüner wird es nicht mehr.
 
Die PARTEI: Früher mal Satire, heute überwiegend angepasst. Das wählt dann eben niemand mehr und beschert deutliche Verluste. Das war es in BW mit der Parteienfinanzierung.
 
dieBasis: schwach angefangen und seitdem im stetigen Abstieg. Auf kommunaler Ebene mag unter anderem Namen hier und da etwas möglich sein. Landesweite Wahlantritte sind aber ein aussichtsloses Unterfangen.
 
WerteUnion: Die WU tritt dieses Jahr voraussichtlich bei keiner Landtagswahl mehr an. Im Wahlkampf BW kaum wahrzunehmen, blieb sie unter dem Radar. Mit dem Abgang von HG Maaßen ist das Thema WU Geschichte. Vielleicht wäre eine Umwandlung in eine Denkfabrik sinnvoller.
 
PdF: Seit man 2024 ein Mandat im Europäischen Parlament erringen konnte, ist es still geworden. Man konnte in BW vielleicht etwas bei der FDP knabbern und stand eher in Konkurrenz zu Volt. Man landete damit bei schmalen 0,1%.
 
Bündnis C, PdH, Verjüngungsforschung, PDR, Die Gerechtigkeitspartei:
Zwar gibt es viele Christen, viele Rentner und auch den verbreiteten Wunsch nach einem langen sowie gesunden Leben, nach Gerechtigkeit und einer humanen Welt, dennoch konnte keine dieser Parteien eine relevante Stimmenzahl für sich verbuchen. Alle fünf zusammen kommen auf 0,6%.  
 
Quellen: Stuttgarter Zeitung; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

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